Chat with us, powered by LiveChat

Welpenerziehung – Wie bekomme ich meinen Hund stubenrein?

Diese Frage stellen sich fast alle frischgebackenen Hundeeltern. Mit der Erziehung sollte man beginnen, sobald der Welpe eingezogen ist. Wie Sie dabei am besten vorgehen, lesen Sie in unserem Blog.

Endlich ist die kleine Fellnase im neuen Zuhause angekommen. Alle erfreuen sich an dem süssen, tapsigen Gang, bis dieser abrupt endet und der Hund sich hinhockt, um seinen Bedürfnissen nachzugehen. Die ersten paar Wochen und Monate verbringen wir damit, im Galopp aus dem Haus zu rennen, um es noch rechtzeitig nach Draussen zu schaffen. Mit einem guten Zeitmanagement, Konzentration und viel Geduld ist es aber für jeden möglich, dem Welpen die Stubenreinheit anzutrainieren.

Die Faustregel für die Stubenreinheit beim Welpentraining

Der wichtigste Faktor beim Welpentraining sind Sie selbst: Lernen Sie, die Zeichen und die Körpersprache Ihres Hundes zu deuten. Generell gilt am Anfang:

  • Welpen unter 3 Monaten sollten etwa alle 2 Stunden raus
  • Welpen zwischen 3 bis 4 Monaten alle 3 Stunden
  • Welpen zwischen 5 bis 6 Monaten etwa alle 4 Stunden

Selbstverständlich ist es bei jedem Kleinen etwas anders: Jeder Hund lernt anders schnell, stubenrein zu sein.

Wie erkenne ich, dass mein Hund raus will?

Generell können Sie dem Welpen zuvorkommen, indem Sie ihn genau beobachten und bereits vorausahnen können, was gleich passiert. Deutliche Zeichen dafür, dass er dringend raus muss können folgende sein:

  • Wenn Ihr Welpe gerade sehr intensiv am Boden herumschnüffelt und unruhig ist.
  • Wenn er beginnt, Kreise zu drehen und seine Rute immer höher nimmt.
  • Wenn er ständig in Richtung Tür schaut oder Richtung Tür läuft.
  • Wenn er anfängt, zu fiepen oder zu hecheln.

Dann ist er vermutlich auf der Suche nach einem geeigneten Plätzchen. In dem Moment heisst es: Ab nach Draussen. Wenn das Geschäft erledigt wurde, vergessen Sie bitte nicht, Ihren Welpen zu loben oder zu belohnen und damit das draussen verrichtete Geschäft positiv zu knüpfen. Gern kann an dieser Stelle auch ein Kommando (z.B. „Geh pieseln“) eingebaut werden, dann geht Ihr Welpe bald auf Kommando seine Geschäfte erledigen.

Trainingspads oder die sogenannten geruchslosen Unterlagen können bei der Erziehung unterstützend sein. Wenn Sie merken, dass Ihr  Welpe nach einem Plätzchen sucht, können Sie ihn auf die Unterlage setzen, wo er sich lösen darf. Die Unterlage sollte dazu auf einen Platz gelegt werden, der vom Hund immer und einfach erreichbar ist. Sobald der Hund mit der Unterlage vertraut ist, kann man beginnen, die Unterlage immer weiter nach draussen zu verlagern.

Bitte nicht schimpfen, wenn etwas daneben geht!

Missgeschicke passieren jedem einmal. Eine Welpenblase ist ziemlich klein und manchmal kann es schon mal passieren, dass etwas daneben geht. Machen Sie sich nichts draus. Nehmen Sie einen Lappen und wischen Sie es kommentarlos weg. Um sicherzugehen, dass die Stelle neutralisiert ist, können Sie die dafür hergestellten Bodenreiniger verwenden. Für Teppiche und Polstermöbel ist ein Fleckenentferner sehr empfehlenswert. Drücken Sie den Welpen aber bitte auf gar keinen Fall mit der Nase in die Pfütze! Der Welpe kann es negativ verbinden, sich vor Ihnen zu lösen (auch draussen) und wird sich dann womöglich versteckte Plätze suchen.

Sollten Sie ihn auf frischer Tat erwischen, kann man ihm mit tiefer Stimme die Unzufriedenheit ausdrücken und wenn es geht, noch währenddessen nach draussen tragen und den richtigen Platz dafür aufzeigen.

Stubenreinheit „pro forma“ üben

Wenn Sie solche Malheurs vermeiden wollen, können Sie die Stubenreinheit üben, indem Sie  Ihren Welpen pro forma rauslassen, wenn

  • er gerade gegessen hat (5 bis 30 Minuten danach),
  • er gerade wachgeworden ist,
  • er gerade viel getrunken hat,
  • sie gerade mit ihm geübt/gespielt haben.

Was tun, wenn man gerade keine Zeit hat?

Nicht jeder kann es sich leisten, sich eine „Welpenauszeit“ zu nehmen, um rund um die Uhr für den Kleinen da zu sein. Das ist auch gar kein Problem. Wenn Sie einmal keine Zeit haben sollten, können Sie den Welpen in eine Hundebox setzen oder an seinem Platz anleinen. Bekannterweise pieseln Welpen nicht in ihr Nest und wenn er die Notdurft erledigen muss, wird er sich bei Ihnen melden. Übrigens, je enger der Radius seines Nestes ist, desto stärker ist sein Bedürfnis, auf Hygiene zu achten.

Stubenreinheit in der Nacht

Achten Sie darauf, den Welpen nicht allzu spät zu füttern (die letzte Ration  sollte spätestens gegen 19:00 Uhr verfüttert werden) und gehen Sie vor dem Schlafen nochmals raus. Wenn Sie zum Schlafen dann auch noch eine Hundebox benutzen und diese in Ihrer Nähe platzieren, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Welpe Sie einige Zeit in Ruhe schlafen lässt. Stellen Sie sich in den ersten Wochen einen Wecker (s. Faustregel oben), um mit dem Welpen in der Nacht rauszugehen. Die Box stellt zwar eine Sicherheit dafür dar, dass der Welpe nicht unkontrolliert herumpieselt, aber nicht dafür, dass er die ganze Nacht durchhält.

Es kann immer grosse Unterschiede geben, wie oft und wie schnell sich der Welpe am Tag lösen muss. Die Blase kann er frühestens ab der 12. Lebenswoche kontrollieren.

Wir wünschen  Ihnen ganz viel Spass mit dem Ankömmling und ein gutes Durchhaltevermögen. Sie schaffen es!

Quellen:

Wir danken Natalja Tschopp für diesen Beitrag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.