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Fellwechsel und -pflege im Frühjahr & Herbst

Fellwechsel und -pflege im Frühjahr

Hunde: Verschiedene Haarstrukturen

Hunde wechseln zweimal jährlich ihr Fell, üblicherweise im Frühling und Herbst. Die Intensität der Haarung ist im Frühjahr höher als im Herbst, weil das Winterfell dichter ist. Entscheidend für den Zeitpunkt des Fellwechsels im Frühling sind Tageslichtdauer und Temperatur. Die Dauer des Fellwechsels (Ausfall und Neuwuchs) beträgt je nach Rasse vier bis sieben Wochen. Bei jungen Hunden vollzieht sich dieser Prozess meistens schneller als bei älteren Tieren.

So wie es verschiedene Hunderassen gibt, variieren auch die Haarstrukturen und Verteilungen. Ein tägliches Bürsten und Kämmen während der Übergangsphase zum Sommer ist bei Rassen mit längeren Haaren zu empfehlen. Die regelmässige Fellpflege fördert nicht nur die Beziehung zwischen Tier und Besitzer, sondern lässt auch Rückschlüsse auf die Gesundheit der Fellnase schliessen (Hauterkrankung, Parasitenbefall, Nährstoffmangel o.Ä.).

Katzen: Vermehrte Bildung von Haarballen

Bei Katzen lässt sich der Fellwechsel bei Freigängern vermehrt im Frühjahr wahrnehmen. Wohnungskatzen verlieren das ganze Jahr über Haare. Sowohl lang- als auch kurzhaarige Katzen benötigen regelmässige Fellpflege. Katzen sind besonders reinliche Tiere, die sich selbst ausgiebig putzen. Im Magen bilden sich Haarballen, die mit dem Kot ausgeschieden oder ausgewürgt werden. Zu Zeiten des Fellwechsels besteht allerdings die Gefahr, dass Haarballen zu gross werden und schlimmstenfalls zu lebensbedrohlichen Magen- oder Darmverschlüssen führen können.

Das Fell sollte mehrmals die Woche durchkämmt werden, sodass überschüssige Unterwolle entfernt wird. Bitte bürsten Sie Ihr Tier behutsam vom Kopf über den Rücken bis zum Schwanz und den Beinen. Im Bereich des Bauchs sind viele Tiere empfindlich. Manche Tiere lassen sich übrigens mit einem Massage-Handschuh, der die Durchblutung fördert, an die Fellpflege gewöhnen. Zu guter Letzt bürsten Sie noch einmal komplett über das gesamte Fell, sodass alle losen Haare rausfallen.

Vorsicht bei Haarknoten!

Falls Ihr Tier einen Haarknoten hat, der sich auch mit einem Entfilzungskamm nicht entfernen lässt, kann auch eine Schermaschine verwendet werden. Ist die Knotenbildung oder Verfilzung zu stark, ist ein Gang zum Tierarzt leider unumgänglich. Verfilzungen, die nicht entfernt werden, können ansonsten Hautirritationen wie Ekzeme, bakterielle Entzündungen oder Pilzerkrankungen hervorrufen.

Übersicht: Kämme und Bürsten Hunde und Katzen

Es gibt eine Vielzahl von Kämmen und Bürsten, weswegen wir Ihnen folglich die Eigenschaften verschiedener Produkte erklären.

Zupfbürste:Auch bekannt als Softbürste. Sie entfernt effektiv abgestorbene Haare. Viele Katzen mögen den sanften Massageeffekt dieser Bürste.
Entwirrungskamm:Dieser Kamm hat feine rotierende Zähne und eignet sich besonders zur Glättung und Entwirrung kleinerer Knoten.
EntfilzungskammDer Entfilzungskamm ist mit Wellenschliff ausgestattet, sodass leichte Verfilzungen und Knoten aufgetrennt werden können.
Trimmer:Eignen sich besonders gut, um lose Haare und Unterwolle sanft zu entfernen. Es gibt unterschiedliche Modelle für Lang- oder Kurzhaar. Hunde wie Schnauzer und Dackel werden gerne professionell beim Hunde-Coiffeur getrimmt (Zweimal im Jahr).
Doppelbürste:Beide Seiten eignen sich für die sanfte Pflege von kurz- und langhaarigen Tieren.
FurminatorZur schonenden und gründlichen Entfernung von Unterwolle und losen Haaren.
Ionisierungsbürste:Als Markt-Neuheit erzeugt die Ionisierungsbürste ein elektrisches und antistatisches Magnetfeld. Die Funktion ähnelt einem Staubsauger, der mittels Trennplatte Dreck und lose Haare einfängt.
Massage-HandschuhGumminoppen-Handschuhe sind optimal für Tiere, um sie an die Fellpflege zu gewöhnen. Sie sind zudem Durchblutungs-fördernd und gut geeignet um Schmutz zu entfernen.

 

 

Fellpflege bei Nagern

Nagetiere

Zwergkaninchen, die im Aussengehege leben, wechseln im Frühling ihr Haarkleid. Um den Fellwechsel zu unterstützen können Sie Ihre Schützlinge einmal wöchentlich mit einer Naturborstenbürste in Wuchsrichtung bürsten.

Löwenkopfkaninchen benötigen mehr Pflege, da ihr Fell zu Verfilzungen neigt. Kämme und Bürsten, welche zur Pflege von Langhaarkatzen eingesetzt werden, können ebenfalls für Nager genommen werden. Leichte Knoten lösen sich meist durch etwas Druck mit zwei Fingern. Starke Knoten sollten mit einer Fellschere herausgeschnitten werden. Bitte achten Sie bei der Fellpflege darauf, ihre haarigen Freunde nicht zu verletzen.

Kurzhaarige Meerschweinchen halten sich hauptsächlich selber sauber. Das Haarkleid von Glatthaar-, Rosetten- und Crested Meerschweinchen können Sie ab und an mit einer weichen Bürste pflegen, um Staub, Schmutz, Streu und lose Haare zu entfernen.

Verschiedene langhaarige Meerschweinchen (Rex- und Teddy Meerschweinchen) benötigen intensivere Pflege. Hierfür eignen sich Metallbürsten mit gummierten Spitzen. Bei Langhaar-Tieren kann das Fell auf Bodenlänge gekürzt werden. Wenn Sie keine Erfahrungen mit dem Kürzen haben, suchen Sie sich bitte professionelle Hilfe beim Tierarzt.

Verliert Ihr Tier auffallend viel Fell über einen längeren Zeitraum?

Beobachten Sie einen auffallend langen Fellwechsel bei Ihrem Vierbeiner, könnte dieser vermehrte Haarausfall auf einen Nährstoffmangel hindeuten. Wichtige Mineralstoffe wie Kupfer, Zink, B-Vitamine, Biotin, essentielle Fettsäuren, Protein sollten daher bedarfsgerecht zugefüttert werden. Im Zweifelsfall sollten Sie einen Tierarzt um Rat fragen.

Quellen:
  • Katzenmagazin April/Mai 2015
  • Schweizer Hundemagazin Februar/März 2008
  • Sigrid Tooson, Christian Ehrlich: „Leben mit Meerschweinchen“
  • Monika Wegler: „Zwergkaninchen-Glücklich durchs Leben hoppeln“
Bilder:

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