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Ferien-Vorbereitung: Verreisen mit Hund

Die Vorfreude ist gross: Am 2. Juli beginnen in den meisten Schweizer Kantonen die langen Sommerferien. Wenn Sie sich dafür entschieden haben, Ihre Fellnase mit in die wohl verdienten Ferien zu nehmen und keine Tierbetreuung benötigen, hat QUALIPET an dieser Stelle wichtige Tipps und Informationen für Sie zusammengestellt. So können Sie Ihren sonnigen Urlaub in vollen Zügen geniessen.

Unterkunft/Reiseziel

Klären Sie unbedingt vor der Buchung ab, ob Hunde am Reiseziel erlaubt sind. In Spanien zum Beispiel sind Tiere in Hotels oft nicht erwünscht oder allenfalls nur kleine Hunde. Dennoch gibt es in Europa genügend Länder und Regionen, die Hunden freundlich gesonnen sind:

  • Ungarn (Balaton, Plattensee)
  • Kroatien (Adriaküste)
  • Ost-oder Nordsee
  • Frankreich (Côte d`Azur)
  • Holland
  • Italien (Nähe von Rom/Baubeach Village)
  • Schweiz (Graubünden, Zermatt, Luganersee, Laggo Maggiore)
  • Hausbootferien (Frankreich, Holland, Italien, Deutschland, England)

Vor der Reise über Urlaubsort informieren

Suchen Sie sich bereits vor Antritt Ihrer Reise einen Tierarzt im Ferienort und legen Sie die Adresse zu Ihren Reiseunterlagen. Damit sind Sie für den Ernstfall gewappnet. Informieren Sie sich auf jeden Fall über die Einreisebestimmungen des jeweiligen Reiselandes, vor allem was das Tier- und Naturschutzgesetz betrifft.

Manche Länder verlangen beispielsweise, dass ein Maulkorb mitzuführen ist. Andere Länder wiederum möchten eine Bescheinigung über eine Behandlung gegen Fuchsbandwurm. Somit gelten unterschiedliche Anforderungen bezüglich:

  • Dokumenten (Bewilligung oder Gesundheitszeugnis)
  • Impfungen (v.a. gegen Tollwut)
  • Kennzeichnung (per Mikrochip/Tätowierung)
  • Behandlung gegen Parasiten (z.b. Zecken oder Bandwürmer)
  • Tierschutz (z.b. Einreiseverbot für kupierte Hunde)
  • Aggressivität (z.b. Rasseverbote oder Maulkorbpflicht)

Die jeweiligen Einreisebestimmungen wandeln sich ständig, weswegen es unerlässlich ist, sich vorgängig entsprechend zu informieren.

Wichtig für die Reise ist es auch, den Hund zu versichern. Neben einer Tierversicherung für den Hund oder die Katze ist ebenfalls eine Reiserücktrittsversicherung wichtig. Sollten Sie eine für die gesamte Familie abschliessen, achten Sie darauf, dass diese Ihren Hund bzw. Ihre Katze miteinschliesst.

Impfungen

Bevor Sie die Reise antreten, sollten Sie sich rechtzeitig bei Ihrem Tierarzt über erforderliche Impfungen informieren. Je nach Reiseziel müssen Sie bedenken, dass in südlichen Ländern Parasiten Krankheiten auf Ihren Hund übertragen können. Deswegen legen wir Ihnen nahe, sich ein Reiseziel zu suchen, dass für Sie UND Ihren Hund Erholung bietet. Gewisse Krankheiten, die bisher als exotisch galten, beginnen sich auch in der Schweiz zu verbreiten. Gute, gegen exotische Parasiten wirksame Präparate erhalten Sie beim Tierarzt. 

Folgende Krankheiten aus dem Süden (viele Gebiete auch im Mittelmeerraum) können von Parasiten wie Zecken oder Mücken übertragen werden:

  • Babesiose/Piroplasmose (Hundemalaria)
  • Ehrlichiose
  • Anaplasmose
  • Leishmaniose
  • Dirofilariose/Herzwurm
  • Hepatozoon

Einzelne Erreger sind für Tiere eine Qual und auch nicht ungefährlich für den Menschen. Informieren Sie sich auf jeden Fall bei Ihrem Tierarzt, der Ihnen Auskunft geben kann, welche medizinischen Vorkehrungen für das jeweilige Reiseziel getroffen werden müssen.

Reiseapotheke und Erste Hilfe Notfall-Set

Kümmern Sie sich um eine Reiseapotheke oder Notfall-Set für Ihren Hund. Manchen Tieren, die an Reise-Übelkeit oder Nervosität leiden, können diverse Beruhigungsmittel verabreicht werden.

Sowohl der Impfpass (europäischer Reisepass), eine Kopie der Haftpflichtversicherung, sowie diverse Hunde-Utensilien gehören in die Hundetasche für den Urlaub:

Ein kleiner Anhänger mit Ihrer Handynummer am Halsband Ihres Hundes könnte von Vorteil sein. Bitte halten Sie die Mikrochip-Nummer Ihres Hundes parat, falls Ihr Hund vermisst wird.

Reise

Am liebsten verreisen Hundebesitzer mit ihrem Vierbeiner im Auto – Flugreisen sind für Hunde eine Strapaze. Wer nicht länger als vier Wochen verreist, sollte seinem Liebling einen Flug unter stressigen Bedingungen ersparen. Wenn Ihr Hund sich gut benimmt und andere Fahrgäste nicht stört, bietet sich auch eine Reise mit dem Zug/ Autozug an.

Besonders wichtig ist, dass Sie ihren Hund NIEMALS alleine im Auto lassen. Schon ab zirka 15 ° C Aussentemperatur sind wenige Minuten im verschlossenen Auto in praller Sonne für Ihren Liebling gefährlich, weil sich das Auto bis zu 50 ° C aufheizen kann. Sowohl Hunde als auch Katzen schwitzen nur an den Pfoten und regulieren den Wärmeaustausch durch Hecheln. 

Des Weiteren sind regelmässige Pausen äusserst wichtig, damit Ihr Liebling sein Geschäft verrichten kann und ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Das Rasten sollte in die Reisezeit mit einberechnet werden. Wie sehr Hunde mit der Auto-Fahrt zurechtkommen ist von Tier zu Tier verschieden.

Laut Strassenverkehrsordnung müssen im Auto mitgeführte Hunde entsprechend gesichert werden. Ob Sie sich für eine Hundebox im Kofferraum, ein Absperrgitter oder ein Geschirr mit Gurt entscheiden, bleibt Ihnen überlassen.

Je nachdem wird es Vierbeinern schlecht beim Autofahren. Experimentieren Sie ein wenig rum, viele Hunde beruhigen sich, wenn sie im Fahrgastraum neben einer Person in einem Geschirr sitzen können. Geben Sie ihrem Hund nicht direkt vor der Autofahrt sein Futter, ist der Magen leer, hält sich die Übelkeit in Grenzen. Achten Sie darauf, wenn möglich nicht abrupt zu bremsen und nicht zu ruppig zu fahren.

Um dem Hund eine Autofahrt angenehmer zu machen, können Sie ihm homöopathische Mittel wie Cocculus oder Nux Vomica geben. Die richtige Dosierung sollte zusammen mit dem Tierarzt oder Tierheilpraktiker vereinbart werden. Ebenfalls Bachblüten Rescue-Tropfen zeigen sich sehr erfolgreich als Hilfsmittel. Ansonsten können Sie sich auch Reisetabletten von Ihrem Tierarzt geben lassen.

Fliegen mit Hund

Falls Sie sich für eine Reise mit dem Flugzeug entschieden haben, sollten Sie sich unbedingt mit den verschiedenen Reise-Vorschriften der jeweiligen Fluggesellschaft vertraut machen.

Vorbereitungen

Verschiedene Transportboxen dienen Hunden als Reise-Unterkunft. Damit sich Ihr Vierbeiner an die Box gewöhnt, sollten Sie bereits im Vorfeld mit ihm trainieren: Stellen Sie die Box in der Wohnung auf und legen ein Leckerli oder Spielzeug in die Box, sodass positive Verbindungen zu dem neuen Gegenstand geknüpft werden.

Flugzeug

Muss der Hund im Frachtraum mitreisen, ist für ausreichend Wasser (auf langen Strecken auch mit Futter) zu sorgen. Legen Sie einen persönlichen Gegenstand, der nach Ihnen riecht, mit in die Box. Informieren Sie sich beim Tierarzt über mögliche Beruhigungsmittel. Kleinere Tiere können im Handgepäck mitreisen, hier variieren die Gewichtsangaben allerdings je nach Fluggesellschaft.

Nützliche Kontakte und weitere Informationen finden Sie hier:

Quellen:
Bilder:

© Fotolia

© QUALIPET

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