Hund scheren: Hundefrisuren für warme Jahreszeiten

Hunde können hohen Temperaturen gut standhalten, denn die Natur hat dafür gesorgt, dass unsere Hunde trotz Fell heisse Sommertemperaturen gut aushalten können. Denn das Fell hat nicht nur im Winter eine schützende Funktion, sondern auch im Sommer: Es hält die Hitze und Sonne ab. Dennoch ist es im Sommer vernünftig, einige Vierbeiner zu scheren. Doch bevor zum Schneidegerät gegriffen wird muss sichergestellt werden, ob sich die Fellnase für eine Sommerfrisur eignet. Denn nicht jede Hunderasse ist froh um eine Fellkürzung.

Wann braucht mein Hund eine Sommerfrisur

Eine Schur beim Hund ist hauptsächlich aus gesundheitlichen Gründen erforderlich. Wie wir Menschen erleben auch die Vierbeiner mit dem Alter eine hormonelle Umstellung. Dies kann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen und die Regenerationsfähigkeit der Haarzellen und den Fellwechsel irritieren. Hier können eine Hundefrisur bzw. ein Sommerschnitt und wiederholtes Bürsten dem Hund das Leben erleichtern.

Herzprobleme bei Hunden sind überwiegend genetisch bedingt und werden meistens zufällig entdeckt. Die Ursache für die späte Entdeckung ist, dass sich die meisten Herzfehler erst zwischen dem fünften und neunten Lebensjahr zeigen.

Kleine Rassen wie Zwergpudel, Dackel oder Yorkshire Terrier sind bekannte Herzpatienten. Mit wiederholten Gesundheitschecks beim Tierarzt können Herzleiden früher entdeckt werden.

Hund scheren: Nie bis auf die Haut!

Achten Sie beim Scheren besonders auf die Haarlänge und lassen Sie mindestens 1-2cm Fell stehen. Arbeiten Sie sich Schritt für Schritt von Kopf bis zum Hinterteil vor und entfernen Sie die Haare an kritischen Stellen wie Ohren, Pfotenballen etc. mit einer kleinen Schere.

Wenn man wegen der Fellpflege unsicher ist, kann man sich im Hundesalon oder beim Tierarzt beraten lassen. Schliesslich darf man mit Fell unseres treuen Freundes keine Experimente durchführen. Denn das Wichtigste ist, dass die Schutzfunktion des Fells weiterhin vorhanden bleibt.

Gönnen Sie Ihrem Liebling nach dem Scheren etwas Wellness in Form eines Bades, um die restlichen Haare loszuwerden. Bedenken Sie auch, dass Hunde mit hellem Fell nach dem Scheren vorerst erhöhter Sonnenbrandgefahr ausgesetzt sind.

Diese Hunde dürfen auf den Coiffeur verzichten

Das Fell schützt das Tier vor Zecken, Schmutz und Sonnenbränden. Haustiere, welche Deckhaare und Unterwolle besitzen, sollten gar nicht geschert werden. Dafür steht regelmässiges Bürsten auf dem Programm.
Golden Retriever, Schäferhunde, Cairn Terrier, Shiba-Inu, Akita-Inu, Foxterrier, Chow-Chow, Border Collies, Huskys, Bobtail oder Berner Sennenhund freuen sich über ihr langes Fell. Durch das Scheren der Rassen mit Unterwolle wird meist das Deckhaar entfernt, was zu übermässigem Wuchs der Unterwolle führen kann, die zu Verfilzungen führt. Greifen Sie lieber zur Bürste. Damit wird nicht nur die abgestorbene Unterwolle entfernt, sondern gleichzeitig auch die Durchblutung angeregt.

Welche Hunde dürfen geschoren werden?

Hunderassen mit einem langen Haarkleid ohne Unterwolle sind die idealen Kandidaten für eine Hundefrisur. Dazu gehören Shih-Tzu, Malteser, Bologneser, Havaneser oder Yorkshire Terrier. Aber auch bei alten und kranken Tieren ist eine Schur sinnvoll.

Hingegen muss das Fell der Pudel, Curly Coated Retriever oder des spanischen Wasserhundes stets geschoren werden. Die Locken wachsen einfach weiter und verfilzen früher oder später.

Hund richtig scheren: So geht es

Das A und O vor dem Scheren ist die richtige Vorbereitung. Machen Sie sich im Vorfeld vertraut mit der Schermaschine, lassen Sie sich im Hundesalon zeigen, wie man damit umgeht. Die richtige Auswahl des Schurkamms richtet sich nach der Haarlänge Ihres Hundes, über die Sie sich vor der Schur informieren sollten. Oftmals sind bei den Schermaschinen-Komplettsets verschiedene Aufsätze enthalten. Wählen Sie im Zweifelsfall immer einen grösseren Kammaufsatz, denn nachscheren kann man immer.

Gewöhnen Sie Ihren Hund langsam an die Schermaschine, ihre Geräusche und die Vibrationen. Wagen Sie den ersten Schritt erst dann, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Hund die Schermaschine akzeptiert hat. Bringen Sie Ihrem Hund bei, längere Zeit auf einem Tisch stehen zu bleiben. Auch dann, wenn Sie sich ihm mit der brummenden Maschine nähern.

Stellen Sie Ihren Hund am besten auf einen Tisch mit einer rutschfesten Unterlage. Bürsten Sie als erstes verfilzte Stellen aus, um später problemlos mit der Schermaschine durch das Fell gleiten zu können. Die Schur sollte immer mit der Wuchsrichtung des Fells erfolgen. Beginnen Sie mit dem Hals und führen Sie die Schermaschine den Rücken entlang Richtung Brust, Bauch und Beine. Wie bereits oben beschrieben sollten empfindliche Stellen mit einer kleinen, an den Enden abgerundeten Schere bearbeitet werden. So können Schnittverletzungen ausgeschlossen werden. Schneiden Sie nie die Vibrissen (die langen Barthaare) Ihres Hundes!

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