Der Rottweiler

Kräftiger Schutzhund, welcher oftmals als Wach- oder Polizeihund eingesetzt wird, der aber durchaus sehr menschenbezogen, sanft und treu sein kann. Der Rottweiler ist eine von der FCI anerkannte deutsche Hunderasse und gehört zu der Gruppe 2.

Herkunft

Im schwäbischen Rottweil trafen sich schon zur Römerzeit die Viehhändler mit ihren Herden. Dabei war ihr wichtigstes Handwerkzeug, die unerschrockenen, genügsamen und robusten Hunde. Römische Hirte hielten sich die Vorfahren des heutigen Rottweilers als Treib- und Hütehund. Seine Ausdauer gepaart mit Wendigkeit, wurde dabei sehr geschätzt. Der Rottweiler gehört damit zu den ältesten Hunderassen der Welt. Als die Römischen Legionäre in die damalige Reichstadt Rottweil gelangten, erkannten lokale Metzger schnell den Gebrauchswert dieser Rasse und so begannen sie mit der Zucht dieser hilfreichen Arbeitshunde, dem heutigen Rottweiler.

Mutig und Stark: Veranlagung & Charakter des Rottweiler

Temperamentvoll, aufmerksam und draufgängerisch, so zeigt sich der Rottweiler noch heute. Sein angeborenes Schutzverhalten, gepaart mit grosser Kraft macht den Rottweiler zu einem vielseitig einsetzbaren Gebrauchshund. Ob als Polizeihund, Grenzhund, Rettungs- oder Diensthund, wird er gleichermassen von uns geschätzt. Erst seine Selbstsicherheit und Ausgeglichenheit machen den Rottweiler zu einem treuen und verlässlichen Partner im Dienst.

Aussehen

Laut FCI Rassestandard erreichen Rüden eine Widerristhöhe bis 68cm und Hündinnen bis zu 63cm. Der Rottweiler ist ein schwerer und stämmiger Hund, welcher ein Gewicht von 50kg bei Rüden und ca. 42kg bei Hündinnen erreicht. Trotz seines Gewichts wirkt der Rottweiler nie plump. Ganz im Gegenteil, sein trabender Gang und seine kraftvollen Sprunggelenke, verraten seine Wendigkeit und Ausdauer.

Rottweiler haben ein kurzes schwarzes Fell mit Unterwolle und satte rotbraune Abzeichen an Backen, Fang, Halsunterseite, Brust und Läufen, sowie über den Augen. Sein kraftvolles Gebiss und der kräftige Körperbau, weisen auf einen guten Schutzhund.

Zucht

Verantwortungsvolle Züchter legten stets grossen Wert auf die psychische Belastbarkeit und Nervenstärke der Rottweiler. Nach wie vor spielen dabei Wachsamkeit, Kraft und Mut eine grosse Rolle. Die nervenfesten, von Haus aus wenig misstrauischen Riesen, wurden dank ihrem Gehorsam und ihrer Arbeitsfreude zu einem vielseitig einsetzbaren Gebrauchshund.      

Durch verantwortungslose Züchter, falsch oder mangelhafte Erziehung, kann der Rottweiler in gefährliche Verhaltensmuster fallen. Sobald züchterischer Kampftrieb und Schärfe gefördert werden und dabei die Nervenfestigkeit vernachlässigt wird, kann der Rottweiler leicht ausser Kontrolle geraten. Deshalb ist es wichtig, dass schon der Welpe lernt, sich unterzuordnen und der Rottweiler nicht frühzeitig „scharfgemacht“ wird.

Die Hunderasse Rottweiler braucht eine konsequente und doch einfühlsame Erziehung, eine Aufgabe und engen Kontakt zu seiner Familie. Ein Welpe mit guten Nerven und normalem Sozialverhalten fügt sich als angenehmes, zuverlässiges Familienmitglied ein, das seine Menschen verteidigt, ohne dabei eine Gefahr für die Mitmenschen darzustellen.

Beim Welpenkauf unbedingt auf ein umgängliches Wesen der Elterntiere und einen seriösen Züchter achten. Darum wichtig: Augen auf beim Welpenkauf!

Rassenproblematik

Der Rottweiler gehört zu den Molosser und ist somit im Kanton Zürich auf der Rassetypliste I. Dazu gehören alle grossen und massigen Hundetypen, welche nicht auf der Rassentypliste II stehen und somit verboten wären. Je nach Kanton variieren aber die Haltebestimmungen des Rottweilers. Wer sich also für einen Rottweiler entscheidet, muss sich genau informieren, welche Richtlinien im jeweiligen Kanton gelten.

Bewilligungspflicht für Rottweiler

In zwölf von dreizehn Kantonen, in denen es die Rassenliste gibt, ist der Rottweiler bewilligungspflichtig oder gar verboten. Interessierte sollten sich als vor der Anschaffung eines Rottweilers genau über die geltenden Bestimmungen, des jeweiligen Kanton, informieren.

Im Kanton ZH unterliegt diese Rasse keinen Auflagen. Lediglich der obligatorische Sachkundenachweis für Hundehalter ist erforderlich.

In den Kantonen AG, BL, BS, FR, GL, SH, SO, TG, TI und VD braucht es eine kantonale Haltebewilligung. Die Bedingungen für den Erhalt dieser Bewilligung variiert je nach Kanton.

In den Kantonen GE und VS ist der Erwerb, Haltung, Einfuhr und die Zucht des Rottweilers verboten. Die Möglichkeit auf eine Bewilligung ist ausgeschlossen.

Gesundheit

Wie viele andere Hunde seiner Grösse und Gewichts, zeigt auch der Rottweiler eine gewisse Anfälligkeit für Hüft- und Ellenbogendysplasie, sowie Kreuzbandrisse. Zudem gibt es bei Rottweiler, vermehrt eine Herzvenenverengung, welche sich mit Herzgeräuschen, Kurzatmigkeit und verminderter Leistungsfähigkeit äussert.

Ein ideal abgestimmtes Futter für den Rottweiler ist unverzichtbar . Generell kann das Risiko für Erkrankungen durch die richtige Ernährung, sowie den richtigen Einsatz dieser kräftigen Hunde minimiert werden. Beim Rottweiler sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass er ein qualitativ hochwertiges Futter erhält mit natürlichen Zusätzen, welche für die nötige Stabilität der Gelenke und des Knorpels sorgen. Zudem sollte er nicht überbelastet werden bei der körperlichen Beschäftigung.

Mit dem Rottweiler haben Sie einen Hund an ihrer Seite, der Sie nicht nur beschützt, sondern Ihnen auch ein verlässlicher und treuer Freund ist.

 

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