Shiba Inu

Der fuchsartige Spitz aus Japan ist FCI anerkannt und gehört in die Gruppe 5 der Spitze und Hunde vom Urtyp. Trotz seines knuffligen Aussehens, ist der intelligente Shiba Inu kein Hund für Anfänger und gehört auf jeden Fall in erfahrene Hände.

Herkunft & Zucht

Der Shiba Inu gelangte vor 4000 Jahren vom asiatischen Festland auf die japanische Inselgruppe. Der fuchsartige Spitz hat sich seit Urzeiten nicht verändert und hat viel ursprüngliches Hundeverhalten bewahrt. Der kleinste japanische Spitz hat, wie sein grosser Vetter Akita Inu, weltweit Freunde gefunden. Heute ist er in Japan ein beliebter Familienhund. Er soll aber auch auf grossen Farmen seines delikaten Fleisches wegen gezüchtet werden. Heute noch wird er jagdlich auf kleines Wild und Vögel gezüchtet. Man trifft ihn sogar bei der Bären- und Wildschweinjagd an. Ausserhalb Japans wurde er zuerst in den USA, dann in England verbreitet. In Europa fasste der Shiba Inu nur zaghaft Fuss. Zur Bedeutung des Namens gibt es drei unterschiedliche Theorien. Die erst besagt, dass der Name mit der Fellfärbung zu tun hat. Die Ableitung von shiba-aka, einem bräunlichen rot-Ton. Eine andere mögliche Herkunft ist die Ableitung vom Ortsnamen Shiba-mura, ein Stadtteil von Nagano. Oder eine weiter Möglichkeit ist die Bedeutung des Schriftzeichen shiba (柴) für etwas Kleines. Das Schriftzeichen inu bzw. ken (犬) bedeutet Hund.

Eigenständig, intelligent und aufgeweckt: Charakter des Shiba Inu

Der kluge Shiba Inu ist sehr selbständig und unabhängig. Er möchte sich seinem Menschen nicht unterordnen und verfolgt lieber seine eigenen Ziele. Er hat ein ausgeprägtes Territorialverhalten und ist ein leidenschaftlicher Jäger. Fremden gegenüber zeigt er sich eher misstrauisch, dabei ist es auch egal ob bei Mensch oder Hund. Der Shiba Inu ist sehr lebhaft, unternehmungslustig und sollte schon als Welpen an anderer Haustiere gewöhnt werden. Wer sich das Vertrauen des Shiba Inu verdient hat, kann sich eines loyalen Freundes an seiner Seite sicher sein. Der Shiba Inu sollte nicht nur körperlich, sondern auch geistig ausgelastet werden. Denn nur so hat man einen ruhigen und stets aufmerksamen Begleiter. Der Shiba Inu gehört zu den anspruchsvollen Rassen und braucht unbedingt eine konsequente Führungspersönlichkeit. Der kleine plüschige Freund zeigt kaum „will-to-please“ und sieht sich oft selbst als Rudelführer. Der Shiba Inu vergisst nichts und wird sich bei Fehlverhalten und Inkonsequenz des Hundehalters nicht mehr unterordnen. Dabei kommt die Rassetypische Dominanz zum Ausdruck. Besonders wichtig ist beim Shiba Inu eine intensive Prägung und Sozialisierung in der Welpenzeit.

Aussehen

Der Shiba Inu Rüde wird bis zu 40cm gross, eine Hündin ca. 37cm. Ein ausgewachsener Shiba Inu wird zwischen 8-10kg schwer. Je nach Haltung und Aktivität weichen diese Werte jedoch ab. Der Kopf des Shiba Inu ist breit mit einem deutlichen Stop. Der ganze Hund wirkt wohlproportioniert. Das drahtige Deckhaar mit dicher und weicher Unterwolle, gibt es in den Farben rot, schwarzloh (black and tan) und sesam (schwarz-sesam, rot-sesam). Die Farbe Sesam bedeutet, dass das Haar eine gleichmässige Mischung von roten und schwarzen Haaren zeigt. Schwarz-sesam bedeutet, es hat mehr schwarze als rote Haare und bei rot-sesam ist die Grundfarbe rot, durchmischt mit schwarzen Haaren. Jede Färbung sollte „Urajiro“ aufweisen, also weisse Haare am Fang, an den Backen, an der Kehle, an Brust, Bauch und an der Unterseite der Rute, wie auch an der Innenseite der Läufe.

Gesundheit

Der robuste kleine Fuchs, bringt kaum genetische Erbkrankheiten mit. Ab und zu kommt es aber auch beim Shiba Inu zu Hüftgelenksdysplasie, Katarakt und Allergien. Die Mikrozytose ist beim Shiba Inu physiologisch. Dabei handelt es sich um verkleinerte rote Blutkörperchen. Diese sind jedoch für die Rasse normal und haben somit keinen Krankheitswert.

Schreibe einen Kommentar

Geschlecht