Heilige Birma

Die freundliche Katze mit samtweichem Fell und den blauen Augen, verzückt Katzenliebhaber auf der ganzen Welt.

Geschichte

Über den Ursprung der Heiligen Birma gibt es verschiedene Legenden. Sicher ist, dass die Urahnen der Heiligen Birma, den Siamkatzen sowie den Perser-Katzen entspringen. Wie es zu dieser Einkreuzung kam, ist aber unsicher.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts soll es in Frankreich bereits ein Zuchtprogramm dieser wunderschönen Katzen gegeben haben. Schon im Jahre 1915 soll die Heilige Birma in Zuchtbüchern erwähnt worden sein. Offiziell wurde diese Rasse aber erst im Jahre 1966 im englischen Zuchtverband und 1967 in den Vereinigten Staaten anerkannt.

Ob der Ursprung der Heiligen Birma wirklich in Frankreich liegt ist zwar nicht klar erwiesen, sicher ist aber, dass die gezielte Zucht dieser Rasse ihren Ursprung in Frankreich hat. Alle Nachforschungen führen immer wieder auf den Zwingernamen „de Madalpour“ zurück.

In Deutschland findet sich der älteste Nachweis der Heiligen Birma aus dem Jahr 1933. Dort wurde erstmals der Kater „Timour de Madalpour“ erwähnt und mit ihm begann auch in Deutschland die Zucht dieser wunderbaren Rasse. Der Zweite Weltkrieg brachte die Zucht aber weitgehendst zum Erliegen und hätte beinahe das Ende der Heiligen Birma bedeutet.  Nach dem Krieg wurde jedoch erneut die gezielte Zucht der Heiligen Birma aufgenommen, wo sich dann 1955 der Bestand der Birma`s wieder langsam erholte.

Zucht

Annelise Hackmann mit Ihrem Zwinger „von Assindia“ war es zu verdanken, dass die Heilige Birma sich Anfang der sechziger Jahre auch in Deutschland erholen konnte. Mit der aus Frankreich stammenden Kätzin „Nadine de Khlaramour“, startete Annelise Hackmann eine Nachzucht, welche Seal-Points Katzen in alle Länder der Welt verkaufte. Noch heute weisen Stammbäume aus Frankreich, Kanada, den USA und Afrika auf die „von Assindia“ hin.

Ursprünglich wurden in europäischen Zuchten der Heiligen Birma vor allem auf die Farbe Seal-Point und Blue-Point gesetzt. In England kamen dann aber die ersten neuen Farben, wie Chocolat und Lilac hinzu. Später wurden dann auch die Farben Red und Creme, sowie Tabby- (getigert/gestromt/getupft) und Tortie-Zeichnungen (Schildpatt) erlaubt.

Aussehen

Die Heilige Birma verdankt Ihr Aussehen einer Kreuzung zwischen Perser- und Siamkatze. Ihr weisses Halblanghaar mit den dunklen Abzeichen (Point) an Beinen, Schwanz, im Gesicht und an den Ohren. Diese Points zeigen sich nur an den sogenannten kalten Stellen des Körpers. Der Rest ist bei allen Farbschlägen hell bis cremefarben, auf dem Rücken goldbeige. Die Kitten werden weiss geboren, als Teilalbinos und die Points färben sich erst später dunkel. Mit zunehmendem Alter werden auch die hellen Bereiche nachdunkeln, so dass sich der Kontrast zu den Points abschwächt.

Eine weitere Besonderheit der Heiligen Birma sind die weissen Pfoten, die unterhalb der Fersen in einem umgekehrten V, den sogenannten Sporen, enden. Diese „Handschuhe“ müssen an allen vier Pfoten, gleichmässig und symmetrisch vorkommen.

Ihr Körperbau ist mittelgross, muskulös, mit stämmigen, kurzen Beinen. Ihr Kopf ist kräftig mit einem ausgeprägten Kinn und blauen Augen.

Charakter der Samtpfoten

Heilige Birmas gelten als „goldene Mitte“ zwischen Perser- und Siamkatzen, was sich nicht nur auf ihr Aussehen, sondern auch auf ihren Charakter auswirkt. Sie sind sehr freundliche, gutmütige Katzen, die gerne die Nähe zu ihren Menschen suchen. Da sie auch zu fremden Menschen schnell Vertrauen fassen, empfiehlt es sich bei Freigängerkatzen, sie mit einem Mikrochip registrieren zu lassen. Damit sie im Falle des Falles schnell wieder zu finden sind!

Da Birmakatzen sehr gesellig sind, sollte man sie idealerweise zu zweit halten, besonders dann, wenn sie öfters alleine zu Hause sein müssen. Ansonsten fordern sie gerne die Aufmerksamkeit ihres Menschen und möchten viel Zuwendung. Auch mit Kindern verstehen sich die sanften Birmas nur zu gut.  Denn wo Kinder sind, ist auch immer etwas los! Aufgrund ihres sanften Wesens eignen sich Heilige Birmas aber auch für die Haltung im Haus, sofern genügend Spiel- und Versteckmöglichkeiten vorhanden sind.

Pflege

Die Pflege der Heiligen Birma ist, wie ihr ganzes Wesen, nicht sehr anspruchsvoll. Das seidige, halblange Fell verknotet in der Regel nicht und erfordert lediglich während des Fellwechsels im Frühling und Herbst mehr Aufmerksamkeit.

Regelmässiges Bürsten und Kämmen empfiehlt sich aber immer, auch um das Verschlucken zu vieler Haare zu verhindern und die damit verbundenen Verdauungsprobleme zu vermeiden.

Ernährung

Eine gesunde und qualitativ hochwertige Ernährung ist die beste Voraussetzung für ein gesundes und langes Katzenleben. Die Grundlage sollte ein hochwertiges Trockenfutter sein, mit einem hohen Fleischanteil und wenig Kohlenhydraten. Dazu sollte die tägliche Gabe eines proteinreichen Nassfutters nicht fehlen. Ebenso eignen sich Snacks mit Anti-Hairball-Wirkung, oder auch Katzengras, um lästige Haarballen zu reduzieren.  

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