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Vogelfutter für Wildvögel – Warum ganzjährige Vogelfütterung wichtig ist

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Die ganzjährige Vogelfütterung ist seit Jahrzehnten umstritten. Experten raten jedoch dazu, auch im Frühling bzw. Sommer Vogelfutter für Wildvögel zur Verfügung zu stellen. Dazu gibt es verschiedene Argumente.

Unsere Vögel haben es nicht einfach. Denn der Winter stellt die heimische Natur jedes Jahr auf eine harte Probe. Zusätzlich kommt noch die zurückgelegte Strecke, die Zugvögel erschöpft. Statistiken belegen, dass in den letzten 20 Jahren die Zahl der Wildvögel drastisch gesunken ist. Viele Faktoren begünstigen die Ursache:

  • Klimawandel
  • Zunehmende Vernichtung der Lebensräume durch Bebauung
  • Ackergifte
  • Massives globale Insektensterben
  • Vogelschlag im Strassenverkehr, Windrädern, Funkmasten oder in Stromleitungen
  • Jagd durch Haustiere
  • Vogeljagd durch Menschen

Warum ist es wichtig, die Wildvögel ganzjährig zu füttern

Durch die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft in einigen Gebieten wird die Nahrung auch in der warmen Jahreszeit immer weniger. Wildkräuter werden durch angezogene Insekten immer weniger, die perfektionierten Erntemaschinen lassen auf dem Feld kein Körnchen mehr übrig. Wenn man in solchen Gebieten den Wildvögeln ein Auskommen sichern zu können, ist eine Zufütterung unabdingbar und das nicht nur im Winter.

Dazu kommt, dass sowohl auf dem Land als auch in den Kleingärten viel mit Pestiziden gearbeitet wird. Das tötet zwar Insekten, somit wird aber auch das Futterangebot für die Wildvögel vermindert. Werden überlebende Insekten gefunden und von Wildvögeln gefressen. Das kann unter Umständen dazu führen, dass die Vögel qualvoll zugrunde gehen.
Und vor allem im Frühling benötigen Wildvögel jede Menge Energie: Einerseits um die Reserven nach dem Überflug wieder aufzustocken und andererseits um den frisch geschlüpften Nachwuchs zu versorgen.

Zufüttern der Wildvögel ist Tierschutz

Der Experte und Ornithologe Prof. Dr. Peter Berthold betont, dass das Zufüttern der Wildvögel heutzutage einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz und damit auch zum Erhalt der Artenvielfalt beiträgt. Ausserdem steigert die ganzjährige Vogelfütterung die Überlebenschancen der schwächeren Vögel und der Vögel, die in der Schweiz überwintern.

Richtiges Vogelfutter für jede Saison

Wenn man die Wildvögel ganzjährig füttert, ist immer etwas los. Bei der ganzjährigen Wildvogel-Fütterung muss man aber auch einiges beachten.

Vogelfutter für den Winter

Im Winter, wenn alles zufriert, gibt es kaum Insekten, die die Vögel essen können. Die Zufütterung erleichtert nicht nur die Suche, sondern schont auch wertvolle Energien. Besonders im Winter sind halbierte Äpfel beliebt.

Vogelfutter für den Frühling

Im Frühling ist der Nahrungsbedarf sehr hoch. Überflug, Nestbau, Brutzeit sind sehr kräftezehrend und das Insekten-Angebot noch nicht ausreichend, weshalb eine Zufütterung besonders wichtig ist. Dabei ist qualitativ hochwertiges Futter ohne Salz wichtig. Fett ist ein schneller und wichtiger Energielieferant, vor allem in der Zeit, in der viel von Vögeln gefordert wird. Ähnlich wie im Sommer kann Fettfutter in Form von Insekten verfüttert werden, die im Frühling aufgrund von Frost von den Vögeln nur gemindert geholt werden können.

Vogelfutter für den Sommer

Im Sommer haben Vögel einen erhöhten Bedarf an Kalzium und Eiweiss, der durch Insekten und Würmer gedeckt werden kann. Diese kann man lebend oder trocken kaufen. Fragen Sie am besten in einer QUALIPET-Filiale in Ihrer Nähe. Man findet aber auch beides als Zutat in Fettfutter oder in Samenmischungen. So sind z.B. Erdnüsse das ganze Jahr über ein zuverlässiger Energielieferant. Ganze Nüsse sollten allerdings immer in einer speziellen Säule angeboten werden.

Vogelfutter im Herbst

Im Herbst (teilweise bereits ab September) fangen die Vögel an, sich Fettreserven anzufuttern. Der Futterverbrauch ist Anfang Herbst am geringsten, da ausreichend Insekten und Kräuter zur Verfügung stehen. Allerdings ist es trotzdem sinnvoll, bereits ab September Futterstationen einzurichten und regelmässig zu bestücken. So können es die Vögel schneller entdecken und sich an die zuverlässige Nahrungsquelle gewöhnen.

Wie Sie den geeigneten Standort für das Vogelfutter finden und was Sie sonst beachten müssen, erfahren Sie in unserem Blog «Futter für Wildvögel».

Richtiges Futter für verschiedene Bedürfnisse

Jede Vogelgruppe bevorzugt andere Nahrung. Die verschiedenen Bedürfnisse kann man z.B. auch dem Vogelschnabel ablesen. Meisen und Finken sind Körnerfresser und bevorzugen in ihrem Vogelnapf eine Sonnenblumen-Hanfsamen-Mischung, wohingegen andere Getreidekörner eher verschmäht werden. Rotkehlchen und Amseln haben relativ feine Schnäbel und bevorzugen weichere Futtersorten (z.B. Apfel). Hier ein paar Tipps:

Jede Vogelgruppe bevorzugt andere Nahrung. Die verschiedenen Bedürfnisse kann man z.B. auch dem Vogelschnabel ablesen. Meisen und Finken sind Körnerfresser und bevorzugen in ihrem Vogelnapf eine Sonnenblumen-Hanfsamen-Mischung, wohingegen andere Getreidekörner eher verschmäht werden. Rotkehlchen und Amseln haben relativ feine Schnäbel und bevorzugen weichere Futtersorten (z.B. Apfel). Hier ein paar Tipps:

Weichfutterfresser

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Zu den Weichfutterfressern gehören z.B. Rotkehlchen, Amsel, Star, Drossel, Heckenbraunelle, Baumläufer, Eichelhäher, Wintergoldhähnchen, Kleiber und der kleine Zaunkönig. Weichfutterfresser bevorzugen eher Obst und Beeren (Vogelbeeren, Holunderbeeren, Weissdorn, Beeren des Ligusters und des wilden Weins). Sie gehen zwar auch an aufgehängte Futtertöpfe, bevorzugen aber ausgelegtes Futter am Boden. Folgende Arten sind besonders oft an einer Futterstelle zu finden:

Körnerfresser

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Zu den Körnerfressern gehören unter anderem die Meise, Spatz, Fink, Dompfaff und Kernbeisser. Specht, Zeisig und Kleiber gehören zwar auch dazu, nehmen aber auch Weichfutter. Dennoch sollte man den Körnerfressern ihr Futter an einer von Weichfutterfressern getrennten Stelle anbieten, damit die Vögel nicht in Konflikt geraten. Auch ist es sinnvoll, mehrere Futterstellen einzurichten.

Viele weitere Vogelarten und deren Profile finden Sie hier.

Quellen:

  • Mein-schöner-garten.de
  • Umweltinstitut.org
  • Tierschutzbund.de

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